Infos rund um’s Tanzen

Tanzgeschichte

29. April

ist Welttanztag

Tanzen gilt als Kulturerbe. Die UNESCO bezeichnet Tänze generell als kulturelle Ausdrucksformen, die unmittelbar von menschlichem Wissen und Können getragen, von Generation zu Generation weitervermittelt und stetig neu geschaffen und verändert werden. In die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit wurden bereits aufgenommen: 2005 Samba de Roda (Brasilien), 2009 Tango Argentino (Argentinien und Uruguay), 2010 Flamenco Andalusiens (Spanien), 2017 Wiener Walzer (Österreich) und 2018 Reggae (Jamaika)

Tänze

(alle aufgelisteten Tänze werden in unseren Tanzkursen unterrichtet)

Standardtänze

Langsamer Walzer
Tango
Wiener Walzer
Slowfoxtrott
Quickstep

Lateinamerikanische Tänze

Samba
Rumba
Cha-Cha-Cha
Paso Doble
Jive

Gesellschafts- & Spezialtänze

Discofox
Marschfox
Polka
Merengue
Mambo
Salsa
Blues
Boogie
Rock’n’Roll
Tango Argentino
West Coast Swing

Standardtänze

Langsamer Walzer

Langsamer Walzer
[Englisch Walz]
EW3/4 Takt
[1. betont]
30 Takte/MinuteHerr beginnt
rechts
Dame beginnt
links
Geschichte – LANGSAMER WALZER
Der Langsame Walzer entwickelte sich in den zwanziger Jahren aus dem Boston, einem Nachläufer des Wiener Walzers, der neben den alten runden Drehungen bereits die neuen Elemente des Geradeaus-Bewegens beinhaltete. Aufgrund seiner Herkunft wurde er auch English Waltz genannt. Diesen Namen führte er aber erst ab 1929 in Turnieren, wenngleich er bereits bei der Weltmeisterschaft 1922 getanzt wurde. Anfangs war er mehr ein Tanz mit vorwärtsstrebendem Charakter, ein “dance of passing feet” im Stil des Bostons oder des Slowfox. Später wurden durch den vermehrten Drehgrad am Ende des Taktes die Füße geschlossen. Da die vollen Drehungen sich als problematisch erwiesen, erhielt der Tanz eine Diagonalstruktur, indem jeweils bei der Rechts- und Linksdrehung nur eine ¾-Drehung getanzt wurde. Diese neue, von englischen Tanzlehrern choreographierte Form wurde 1927 von der Imperial Society anerkannt. Der Langsame Walzer gilt wegen seiner rhythmisch-schwingenden Bewegungen zu der weichen, oft sentimentalen Musik als der harmonischste Standardtanz. Er wird häufig zur Eröffnung von Veranstaltungen getanzt.

 

Charakter – LANGSAMER WALZER
Der tänzerische Charakter des Langsamen Walzers (English Waltz) äußert sich in langsam und gleichmäßig schwingenden, raumgreifenden Drehbewegungen, die bruchlos und doch deutliche Impulse gebend über die Tanzfläche rotieren. Das Walzerpaar schwingt wie ein Pendel von Höhepunkt zu Höhepunkt, wobei ein Schrittansatz (1, 2, 3) mit einem ganzen Takt in der Musik (1, 2, 3) zusammenfällt. Die musikalische Betonung des ersten Taktschlages ist zeitgleich mit der größten Kraft des neuen Schwunges. Beim zweiten Schritt wird der Hauptteil der Drehung und die stärkste raumgreifende Wirkung erzielt. Beim dritten Schritt wird die Drehung durch das Schließen der Füße kontrolliert, das Schwunggefühl sammelt sich zum Ansatz des nächsten Schrittsatzes.

Tango

TangoTA2/4 Takt
[jeder betont]
33 Takte/MinuteHerr beginnt
links
Dame beginnt
rechts
Geschichte – TANGO
Die Herkunft des Tangos ist untrennbar mit der argentinischen Volksseele, mit der Hauptstadt Buenos Aires verbunden. Sein Ursprung ist umstritten. Die Wurzel des Begriffes Tango ist “tambor” (Trommel), interpretiert als ein Fest, das von den Trommeln schwarzer Südamerikaner begleitet wurde. In Uruguay, Brasilien und auch Kuba erschien das Wort zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch in der Bedeutung eines Einzel- und auch Paartanzes. Die tänzerische und musikalische Beeinflussung ging von der cubanischen Habanera und der argentinischen Milonga aus. Der modernisierte Tango (Tango Argentino) fand seine Ausbreitung zunächst in den Hafenvierteln von Buenos Aires, am Westufer des La Plata. Der Hauptzweck bestand in der tänzerischen Darstellung der sexuellen Beziehung zwischen Zuhältern und den Prostituierten; getanzt wurde er von den Bordellbesuchern. Begleitet wurden sie von Violine, Flöte und Gitarre oder einem Klavier, nach 1870 auch von dem aus Deutschland importierten Bandoneon, einem chromatischen Akkordeon. Geprägt von der spanisch-argentinischen Schwermut zeigte sich der Tango in seiner Gegensätzlichkeit: männlich und weiblich, weich und hart, aggressiv und sentimental. Mit zunehmender sozialer Integration der unteren Schichten wurde der Tango mit Beginn des 20. Jahrhunderts in Argentinien gesellschaftsfähig. 1907 kam der Tango nach Europa und faszinierte zunächst in Paris. In spanisch-argentinischen Lokalen wurde er als erstes gezeigt, bevor er sich zum anerkannten Gesellschaftstanz wandelte. Das erste Tango-Turnier wurde in Nizza abgehalten. Ab 1912 brach das Tangofieber in ganz Europa aus: Tango-Parties, Tango-Teas, Tango-Wettbewerbe, Tango-Mode. Das erste europäische Tango-Tanzturnier wurde in Berlin veranstaltet. Allerdings wurde Tango lange Zeit als unschicklicher Tanz bekämpft. Auf den englischen Konferenzen 1920/ 21 wurde dann der südamerikanische Tango von den Engländern geformt. Zunächst stand man noch im Widerspruch mit einer einfacheren Version, dem in Paris und Berlin getanzten Tango-Milonga. 1922 fand in London eine eigene Tango-Konferenz statt; von da an wurde der Tango dem englischen Bewegungsstil angeglichen. Auf der Great Conference 1929 wurde der Tango endgültig in seiner heutigen Form standardisiert, die ab 1930 auch von den Deutschen übernommen wurde. Der sentimentale Tango Argentino war entgegen seiner Natur von dem englischen Tango mit ruckartigen Bewegungen vor allem des Kopfes, leiden-schaftlicher Fortbewegung, plötzlichen Verzögerungen und deutlichen Figurabschlüssen abgelöst worden.

 

Charakter – TANGO
Der tänzerische Charakter des Tangos äußert sich in schnellen, abrupt gebremsten, kraftvollen Gehbewegungen, die staccatoartig zwischen leidenschaftlicher Dynamik und gespannten Pausen abwechseln. Tango gilt als der erotische Tanz unter den Standardtänzen. Er symbolisiert ein verhalten getanztes Liebesspiel südamerikanischer Prägung in besonders kontaktreicher Tanzhaltung. Ohne das in anderen Tänzen gewohnte Heben und Senken, verläuft der Tango auf einer andersartigen, tieferen und stabileren Ebene, denn die Paare tanzen permanent mit gleichmäßig stark gebeugten Knie. Für viele ist der Tango nicht nur ein tänzerisches, sondern auch ein pantomimisches Vergnügen. Sie schleichen mystisch und ein wenig verrucht durch den Raum, überraschen mit ruckartigen, dynamischen Körperaktionen, knappen und schnellen Kopfbewegungen. Man spürt den lateinamerikanischen Ursprung des Tangos. Er ist kein Schwungtanz, sondern geprägt vom ständigen Wechsel zwischen Aktion und Pause.

Wiener Walzer

Wiener Walzer
[Viennese Waltz]
WW3/4 Takt
[1. betont]
60 Takte/MinuteHerr beginnt
rechts
Dame beginnt
links
Geschichte – WIENER WALZER
Der Walzer hat von allen Gesellschaftstänzen die längste Tradition. Sein Name kommt übrigens von dem deutschen Wort “walzen” und bezieht sich auf die drehenden Bewegungen der Füße, die über den Boden schleifen (Dreher, Schleifer). Mit seinen Vorläufern läßt sich der Walzer bis ins 12./13. Jahrhundert, der Minnesängerzeit, zurückverfolgen. In dem deutschen “Springtanz”, der als ungeradtaktiger Tanzteil dem zweitaktigen, geschrittenen Vortanz folgte, kann man den Anfang des Walzers erkennen. Die meisten Tanzhistoriker führen den Walzer auf den alten Dreher oder Ländler ab dem 16. Jahrhundert zurück. In Süddeutschland und in Österreich wurde er vom Volk ohne Tanzmeister getanzt. Es war ein Rundtanz im 3/4- oder 3/8-Takt, bei dem sich die Paare umfaßten und um sich selbst drehten, wobei sie einen imaginären Mittelpunkt umkreisten. Dieser langsame Tanz wurde bis Anfang dieses Jahrhunderts in Stadt und Land getanzt. Eine zweite Version sieht die Entstehung des Walzers in dem sogenannten “Langaus”, einem Tanz, bei dem die Tänzer einen sehr langen Raum mit den wenigsten Drehungen zu durchtanzen hatten. Die fortwährenden Verbote der Obrigkeit bis ins 18. Jahrhundert waren gegen diesen Tanz gerichtet. Bestraft wurde das Verdrehen, “das Herumschwenken und Wirbeln, das Hochwerfen und Umstoßen” der Partnerin. Um 1750 findet sich das Wort >walzen< als Tanzform in einer Wiener Stegreifkomödie. 1770 berichtete Johann Wolfgang von Goethe über seine Erfahrungen mit dem “deutschen Tanz”, und 1782 veröffentlichte Carl von Zangen das Buch “Etwas über das Walzen”. Aufsehen erregten 1787 vier Personen, die in Wien bei der italienischen Oper “Una vosa rara” den ersten Walzer tanzten; allerdings wird bezweifelt, daß dort der Walzer “kreiert” wurde. Am preußischen Hof lernte man 1794 den Walzer, so auch die spätere Königin Luise von Preußen, die allerdings nicht davon entzückt war und ihn verbot (in Berlin galt das Verbot bis 1918). Dagegen wurde er auf Münchner Bällen gespielt und getanzt. Seinen Siegeszug trat der Walzer nach dem Wiener Kongreß (1815) an. Nicht wenig daran beteiligt waren die berauschenden Walzermelodien von Lanner und der Strauß-Dynastie. Der Wiener Walzer, bestehend aus sechs Schritten auf zwei 3/4-Takte verteilt und mit einer vollständigen Drehung verbunden, setzte sich durch, allerdings mit der damals noch üblichen Ballett-Technik. Deutschland blieb der Mittelpunkt des Walzergeschehens bis in die zwanziger Jahre, als dann generell für ca. ein Jahrzehnt ein Walzersterben zugunsten moderner, dynamischer Tanzformen einsetzte. In England war der Wiener Walzer nie heimisch geworden. Als Volkstanz wurde der Walzer mit Beginn der dreißiger Jahre vor allem im 3. Reich in Deutschland und Österreich wiederentdeckt. Der österreichische k. u. k.-Offizier und Tanzlehrer Karl von Mirkowitsch machte den Wiener Walzer wieder gesellschafts- und turnierfähig. Dem Nürnberger Tanzlehrer Paul Krebs ist es zu verdanken, daß 1951 die Verbindung von der altösterreichischen Walzertradition und dem englischen Stil hergestellt und der Wiener Walzer als gleichberechtigter Standardtanz anerkannt wurde. Die von ihm niedergelegte Technik wurde im Laufe der Jahre vom Fachausschuß Tanz des ADTV mehrmals geringfügig revidiert.

 

Charakter – WIENER WALZER
Der tänzerische Charakter des Wiener Walzers äußert sich in schnellen, gleichmäßigen, fliehenden, raumgreifenden Schritten und rotierenden, spiral- oder ellipsenförmigen Drehbewegungen, die bruchlos über die Tanzfläche walzen. Das Paar schwingt fast wie ein Perpetuum mobile: Beim Natural Turn beispielsweise wird der Impuls auf den ersten Schritt (1) gegeben und der Körper in Schwung versetzt. Jetzt muß man nur noch den Schwung laufen lassen (2, 3). Beim nächsten Schrittsatz wird kein neuer “Schub”, sondern nur noch “Nachschub” (4) gegeben. Bei den nächsten Schritten (5, 6) läßt man den Schwung wieder ausklingen. Der starke Seitwärtsschwung auf den Schritten 2 und 5 sorgt für die raumgreifende Wirkung und das möglichst präzise Schließen der Füße bei 3 und 6 vollendet und kontrolliert die schnellen Drehungen. Ein Schrittsatz (1, 2, 3) fällt – wie beim Langsamen Walzer – mit einem ganzen Takt in der Musik (1, 2, 3) zusammen.

Slowfoxtrott

Slowfoxtrott
[Foxtrot]
SF4/4 Takt
[1. + 3. betont]
30 Takte/MinuteHerr beginnt
rechts
Dame beginnt
links
Geschichte – FOXTROTT
Der Ursprung des Foxtrotts ist im alten Onestep und Rag zu sehen. Der Onestep, um 1910 aus Nordamerika nach Europa gekommen, war mit seiner vereinfachten “Einschritt-Bewegung” mit stets gleichbleibendem Rhythmus ein Marsch- und Gehtanz ohne Chassé. Er wurde im schnellen 2/4-Takt vorwärts, rückwärts oder auch mal seitwärts ohne Drehungen auf Ballen getanzt. Als Gesellschaftstanz löste er damit den Twostep (polkaähnlich ohne Hüpfen) ab. Der Onestep (im deutschsprachigen Raum auch “Schieber” genannt) setzte sich zunächst in England durch und ver-drängte dort weitgehend den Walzer. An Popularität konnte er es auch mit dem Tango, der mehr eine Domäne der Franzosen blieb, aufnehmen. Als um 1912 der Ragtime, die erste moderne Form der Tanzmusik, in England an Boden gewann, entwickelte sich aus dem Onestep der Rag. Dieser Tanz hatte die besondere Rag-Nuance mit einem in Knie gebeugten Schritt zum synkopierten Rhythmus (Betonung auf den Taktschlägen 2 und 4). Später wurden die Ragtime- und One-Step-Musikstücke langsamer gespielt, somit wurden auch die Schritte langsamer getanzt. So hatte man Zeit, einen Wechselschritt einzuführen, das sogenannte Chassé. Der sich daraus entwickelnde Foxtrott bestand aus einem beliebigen Wechsel von langsamen und schnellen Vorwärts- bzw. Rückwärtsschritten mit Chassés. Er wurde in den zwanziger Jahren von englischen Tanzlehrern als Grundlage für den englischen Stil ausgebaut. Der Schrittansatz auf der Ferse und die neue Körpertechnik ermöglichten viel größeren Schwung.

 

Geschichte – SLOWFOX   &   QUICKSTEP
Um 1922 war die heute noch gültige Form des Foxtrotts gefunden. Ab 1924 spaltete sich der Foxtrott aufgrund der unterschiedlich schnell gespielten Musik auf in eine langsamere Variante, den sogenannten Slow Foxtrott (Slowfox), und den schnelleren Foxtrott, den sogenannten Quickstep. Der Slowfox basiert auf künstlerisch geformten, langen, gleitenden Gehbewegungen in linearen Schrittmustern. Der Quickstep wurde anfangs als “Quicktime Foxtrott und Charleston” bezeichnet und übernahm das Chassé. Man kann ihn als den fröhlichsten und spritzigsten unter den Gesellschaftstänzen sehen. Nach dem 2. Weltkrieg machte er einen deutlichen Stilwandel durch, indem er durch kleine rhythmische Hüpfschritte erweitert wurde. Der vor allem in den zwanziger Jahren beliebte Marsch-Fox(trott) auf schnelle Foxtrott-Musik hat sich wegen seiner Einfachheit (jeder Tanzschritt auf je einen Taktschlag) bis heute gehalten. Er ist im Welttanzprogramm verankert.

 

Charakter – FOXTROTT
Der tänzerische Charakter des Foxtrotts äußert sich in rhythmisch klaren Gehschritten im Rhythmus slow-slow und schnellen, kleinen Seitwärtsschritten im Rhythmus quick-quick. Typisch für den Foxtrott ist die zickzackartige Linienführung, mit der sich die Paare über die Tanzfläche bewegen. Seiner großen Anpassungsfähigkeit wegen ist der Foxtrott einer der beliebtesten Allgemeintänze. Foxtrott-Musik kann in sehr unterschiedlichen Stilarten und Tempi gespielt werden. Sie enthält oft swingende Elemente (Charleston, Rag, Dixie) bzw. Disco-Rhythmen, die Einfluß auf die Kniebewegung der Foxtrott-Tänzer haben. Je swingender die Musik, desto stärker werden die Knie rhythmisch mitbewegt. Obwohl der Foxtrott kein Turniertanz ist, wird er hier seiner Beliebtheit wegen beschrieben. In den österreichischen/deutschen Tanzschulen wird üblicherweise zuerst der technisch leichtere Foxtrott unterrichtet, später folgt der Quickstep.

 

Charakter – SLOWFOX
Der tänzerische Charakter des Slowfox äußert sich in weiträumigen, kontinuierlich fließenden, wellenartigen Gehbewegungen. Mit lässiger Eleganz werden langgestreckte Schwünge getanzt und durch schnelle Drehungen und überraschende Posen verzaubert, die sich nahtlos in die Fortbewegung einfügen. Der mehrfache Weltmeister und Trainer Karl Breuer beschreibt den Slowfox treffend: “”Er ist insofern der leichteste Standardtanz, als er am meisten auf den natürlichen Gehbewegungen beruht. Der Fuß kann im Slowfox einfach dorthin gesetzt werden, wo das Gewicht hin will. Er ist insofern aber auch der schwierigste Standardtanz, als es entscheidend darauf ankommt ihn nicht langweilig wirken zu lassen. Das gelingt nur, wenn man ihn sehr extensiv tanzt und ihn sehr intensiv musikalisch interpretiert. Aus der Wellenbewegung darf keine Berg- und Talbahn werden, in den Tanz muß das charakteristische “englische Understatement” kommen.””

Quickstep

QuickstepQS4/4 Takt
[1. betont]
50 Takte/MinuteHerr beginnt
links
Dame beginnt
rechts
Geschichte – FOXTROTT
Der Ursprung des Foxtrotts ist im alten Onestep und Rag zu sehen. Der Onestep, um 1910 aus Nordamerika nach Europa gekommen, war mit seiner vereinfachten “Einschritt-Bewegung” mit stets gleichbleibendem Rhythmus ein Marsch- und Gehtanz ohne Chassé. Er wurde im schnellen 2/4-Takt vorwärts, rückwärts oder auch mal seitwärts ohne Drehungen auf Ballen getanzt. Als Gesellschaftstanz löste er damit den Twostep (polkaähnlich ohne Hüpfen) ab. Der Onestep (im deutschsprachigen Raum auch “Schieber” genannt) setzte sich zunächst in England durch und ver-drängte dort weitgehend den Walzer. An Popularität konnte er es auch mit dem Tango, der mehr eine Domäne der Franzosen blieb, aufnehmen. Als um 1912 der Ragtime, die erste moderne Form der Tanzmusik, in England an Boden gewann, entwickelte sich aus dem Onestep der Rag. Dieser Tanz hatte die besondere Rag-Nuance mit einem in Knie gebeugten Schritt zum synkopierten Rhythmus (Betonung auf den Taktschlägen 2 und 4). Später wurden die Ragtime- und One-Step-Musikstücke langsamer gespielt, somit wurden auch die Schritte langsamer getanzt. So hatte man Zeit, einen Wechselschritt einzuführen, das sogenannte Chassé. Der sich daraus entwickelnde Foxtrott bestand aus einem beliebigen Wechsel von langsamen und schnellen Vorwärts- bzw. Rückwärtsschritten mit Chassés. Er wurde in den zwanziger Jahren von englischen Tanzlehrern als Grundlage für den englischen Stil ausgebaut. Der Schrittansatz auf der Ferse und die neue Körpertechnik ermöglichten viel größeren Schwung.

 

Geschichte – SLOWFOX   &   QUICKSTEP
Um 1922 war die heute noch gültige Form des Foxtrotts gefunden. Ab 1924 spaltete sich der Foxtrott aufgrund der unterschiedlich schnell gespielten Musik auf in eine langsamere Variante, den sogenannten Slow Foxtrott (Slowfox), und den schnelleren Foxtrott, den sogenannten Quickstep. Der Slowfox basiert auf künstlerisch geformten, langen, gleitenden Gehbewegungen in linearen Schrittmustern. Der Quickstep wurde anfangs als “Quicktime Foxtrott und Charleston” bezeichnet und übernahm das Chassé. Man kann ihn als den fröhlichsten und spritzigsten unter den Gesellschaftstänzen sehen. Nach dem 2. Weltkrieg machte er einen deutlichen Stilwandel durch, indem er durch kleine rhythmische Hüpfschritte erweitert wurde. Der vor allem in den zwanziger Jahren beliebte Marsch-Fox(trott) auf schnelle Foxtrott-Musik hat sich wegen seiner Einfachheit (jeder Tanzschritt auf je einen Taktschlag) bis heute gehalten. Er ist im Welttanzprogramm verankert.

 

Charakter – FOXTROTT
Der tänzerische Charakter des Foxtrotts äußert sich in rhythmisch klaren Gehschritten im Rhythmus slow-slow und schnellen, kleinen Seitwärtsschritten im Rhythmus quick-quick. Typisch für den Foxtrott ist die zickzackartige Linienführung, mit der sich die Paare über die Tanzfläche bewegen. Seiner großen Anpassungsfähigkeit wegen ist der Foxtrott einer der beliebtesten Allgemeintänze. Foxtrott-Musik kann in sehr unterschiedlichen Stilarten und Tempi gespielt werden. Sie enthält oft swingende Elemente (Charleston, Rag, Dixie) bzw. Disco-Rhythmen, die Einfluß auf die Kniebewegung der Foxtrott-Tänzer haben. Je swingender die Musik, desto stärker werden die Knie rhythmisch mitbewegt. Obwohl der Foxtrott kein Turniertanz ist, wird er hier seiner Beliebtheit wegen beschrieben. In den österreichischen/deutschen Tanzschulen wird üblicherweise zuerst der technisch leichtere Foxtrott unterrichtet, später folgt der Quickstep.

 

Charakter – QUICKSTEP
Der tänzerische Charakter des Quickstep äußert sich in sehr schnellen, kontrolliert fließenden Laufbewegungen. Durch die Dynamik der Schritte, ihr rasantes Tempo und den ständigen Wechsel von “slow”- und “quick”-Schritten erhält dieser Tanz seine kapriziöse Mischung. Mit ihrer fast fliegenden Leichtigkeit und ihrer großen Elastizität in den Knie- und Fußgelenken bewegen sich die Turniertänzer im Quickstep wie schwirrende Sektperlen. Wegen der hohen Beschleunigung des Körpers sind eine saubere Fußtechnik und eine ruhige Oberlinie notwendig, damit der Tanz nicht gerannt, gehüpft oder gehetzt aussieht.

Latein Tänze

Samba

SambaSA2/4 Takt
[2. betont]
50 Takte/MinuteHerr beginnt
rechts
Dame beginnt
links
Geschichte – SAMBA
Samba ist in seinem Ursprung ein Sammelname für viele Tanzformen, die im vergangenen Jahrhundert von afrikanischen Negersklaven aus dem Kongo, dem Sudan und Angola in ihre neue Heimat Brasilien gebracht wurden. Der Name dieser Tanzart wird von dem afrikanischen Wort “semba” (=Bezeichnung für typische Hüftbewegungen) abgeleitet. Bei den kultischen Festen vor allem der Bantuvölker stand die Ekstase, der rauschhafte Tanz im Mittelpunkt. Es dauerte einige Zeit, bis sich diese afrikanische Tanzkultur in den brasilianischen Küstenstaaten wie Rio, Sao Paulo, Pernambuco, Bahia, Maranhao durchsetzte. Bevorzugt wurde der Kreisreigen getanzt, in deren Mitte sich ein Einzeltänzer oder auch ein Paar bewegte. Die Brasilianer bezeichneten diese Tänze als Batuque, Lundu oder auch Samba, Namen, die Bewegung und Festlichkeit bedeuteten. Der “Samba de Moro”, ein Kreistanz, wird als Ausgangstanz für den modernen Samba bezeichnet. Die Samba-Musik kann von der kultischen Musik Altafrikas abgeleitet werden; es handelt sich um eine Perkussionsmusik, polymetrisch und polyrhythmisch aufgebaut. Das Instrumentarium, ebenfalls afrikanischen Ursprungs, besteht aus Trommeln (Atabaques), Glocken (Agogos, Cencerros), Reco-Recos (Guiro, Guayo). Die lebendige, schnelle Musik regte zu tänzerischer Bewegung an. Heute beherrscht Samba das musikalische Leben Brasiliens. Der berühmte Karneval bringt jährlich eine große Zahl reizvoller Sambamelodien hervor. Als afrikanisch-portugiesische Mischform kam um 1910 die Maxixe, ein enger Paartanz, aus Brasilien nach Europa, der jedoch sich nur schwer durchsetzte. Unter dem Namen Samba tauchte dieser brasilianische Tanz in Turnierprogrammen 1924 und 1925 wieder auf, ohne großen Durchbruch. Erst seit dem Zweiten Weltkrieg gehörte Samba zum festen Bestandteil einer jeden Tanzkapelle. Um 1948/49 erreichte er in einer sehr vereinfachten Form (Zweischritt-Samba: Schritt vorwärts – Tap vorwärts, Schritt rückwärts – Tap rückwärts) eine große Popularität. Die Tanzschulen nahmen den Samba in ihr Programm mit Erfolg auf. Samba setzte sich auf dem Tanzparkett durch. Die Aufnahme des Sambas in das Turnierprogramm der Lateinamerikanischen Tänze ab 1959 brachte die Wandlung vom “volkstümlichen” zum sportlichen Samba.

 

Charakter – SAMBA
Der tänzerische Charakter des Sambas äußert sich in: Wiegeschritten, Voltadrehungen, Rollen und Promenadenläufen. Die Paare bewegen sich wellenförmig durch den Raum (bouncend). Während die Wellenbewegung früher ausschließlich aus einem Erheben im Standbein kam (Bounce), wird sie heute von den Turniertänzern mehr durch das Vor- und Zurückschwingen des Beckens erzeugt (Contract und Release). In den europäisierten Samba sind damit nachträglich afrikanische Bewegungselemente eingedrungen. Die senkrechte Bounce-Aktion ist für den Anfang leichter zu tanzen, während die waagerechte Hüftaktion sich mehr für fortgeschrittene Samba-Tänzer eignet. Raumgreifendes Tanzen im europäischen Stil mischt sich beim Samba mit dem “binnenkörperlichen Platztanzen” im afrikanischen Stil. Die Grundbewegungen können stationär sein: Belastung des Standbeins – kurzzeitige Entlastung – Rückbelastung. Die Dynamik kommt aus dem ersten Schritt. Der Schub aus dem Standbein bewirkt, daß der Körper während des rhythmischen Federns weiterfließt.

Rumba

RumbaRA4/4 Takt
[1. + 4. betont]
26 Takte/MinuteHerr beginnt
rechts
Dame beginnt
links
Geschichte – RUMBA
Rumba ist in seinem Ursprung ein Sammelname für viele kubanische Paartänze. Es ist nicht bekannt, seit wann das Wort “Rumba” gebraucht wurde. In den Tanzbeschreibungen des 19. Jahrhunderts wird von leidenschaftlichen Werbetänzen gesprochen, dem Streben der Frau, mit auffälligen Hüftbewegungen den Mann zu verführen. Das Wort “Rumba” bedeutete soviel wie “Fest” und “Tanz”. Musikalisch haben sich aus einer Fülle von afrokubanischen Rhythmen zwei Tänze, im 19. Jahrhundert die Habanera und im 20. Jahrhundert die moderne Rumba, entwickelt, die eng miteinander verwandt sind. Die Musik wurde entweder langsam gespielt, wie der später in Europa populäre Rumba-Bolero oder im schnelleren Tempo, wie die Rumba-Guaracha und die “kubanische Rumba”. Über New York kam die Rumba 1930 als Tanz nach Europa. “The Peanut Vendor” war der erste Rumbaschlager, der um die Welt ging. Die erste Rumbachoreographie wurde von Engländern erstellt, die auch von den Franzosen und Deutschen übernommen wurde (Grundschritt im Carré). Die zwischen 1931 und 1933 populäre Rumba konnte sich nicht durchsetzen, da die meisten nicht wußten, was sie tanzen sollten. Meist bewegte man sich im Foxtrott und setzte dabei die Hüften ein. Erst nach 1945 wurde die Rumba wieder von den Franzosen entdeckt. Auch die Engländer beschäftigten sich mit der Rumba. In zwei “Rumba-Kriegen” (1956 – 1958 und 1961 – 1963) stritt man um die Normierung der Rumba-Technik. Der “Cuban-Style”, von dem in England lebenden Franzosen Pierre aus dem Mambo entwickelt, trat in Wettstreit mit der “Square-Rumba”, dem langsamen Rumba-Bolero von Lucien David aus Frankreich.
Der “Kubanische Grundschritt” bestand wie beim Mambo aus sechs Schritten im Rhythmus:
4,1 RF seitwärts
2 LF vorwärts
3 RF am Platz belasten
4,1 LF seitwärts
2 RF rückwärts
3 LF am Platz belasten
und der “Square-Grundschritt” ebenfalls aus sechs Schritten im Rhythmus:
1,2 RF vorwärts
3 LF seitwärts
4 RF schließen
1,2 LF rückwärts
3 RF seitwärts
4 LF schließen
Der “Rumba-Krieg” wurde dadurch beendet, daß ein internationales Komitee entschied, daß die Rumba auf zwei verschiedenen Grundschritten aufgebaut sein kann. Der “Cuban-Style” nahm jedoch überhand, da nahezu alle Turnierpaare dieses System tanzten und 1964 die Anerkennung als Turniergrundlage erfolgte. Heute bauen auch die Tanzschulen darauf auf.

 

Charakter – RUMBA
Der tänzerische Charakter der Rumba äußert sich als erotisches Spiel, als glühendes Liebeswerben. Im Dialog der Geschlechter schwankt die Dame zwischen Hingabe und Abwendung und der Herr zwischen Zuneigung und Selbstherrlichkeit. In vielen Figuren zeigt sich die weibliche Verführungskunst. Hüft- und Beckenbewegungen sind dabei wichtige Ausdrucksmittel. Auch verschiedene Jazzelemente wurden in die Rumba übernommen.

Cha-Cha-Cha

Cha-Cha-Cha
[Cha-cha]
CC4/4 Takt
[1. betont]
30 Takte/MinuteHerr beginnt
rechts
Dame beginnt
links
Geschichte – CHA-CHA-CHA
Cha-Cha-Cha gehört zu den jüngsten Erscheinungen in der Entwicklung der afrokubanischen Musik. Wie der Mambo war Cha-Cha-Cha zunächst nur eine musikalische Form. Der Tanz Cha-Cha-Cha gilt als eine künstliche Schöpfung, als eine aus der Rumba und dem Mambo entstandene Abart. Als Erfinder wird der kubanische Musiker Enrique Jorrin aus Habana genannt, der 1953 anstelle des zu schnell gespielten Mambos, der sich nicht so recht durchsetzen konnte, den langsameren Mamo-Cha-Cha-Cha kreierte. Das Palladium auf dem Broadway in New York City wird als die Geburtsstätte des Cha-Cha-Cha bezeichnet. Das Wort Cha-Cha-Cha kann als rhythmischer Bestandteil der Musik, als eine Art Triole, angesehen werden, die von den Musikern deutlich “gesprochen” und von den Tänzern mit drei kleinen Schrit-ten “interpretiert” wird. Von Kuba ausgehend erfaßte Musik und Tanz zunächst Nordamerika, wo Cha-Cha-Cha ab 1954 der Modetanz Nummer eins wurde. Aber auch Europa war für alle lateinamerikanischen Musik- und Tanzneuheiten aufgeschlossen. In Deutschland wurde der Cha-Cha-Cha erstmals 1957 als Modetanz auf dem Kongreß des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes von Gerd und Traute Hädrich vorgestellt. Aufgrund seines klaren Rhythmus, seiner variationsreichen heiteren Figuren schaffte der Cha-Cha-Cha sehr schnell den Durchbruch. Als vierter Lateinamerikanischer Tanz wurde er 1961 in das Turnierprogramm aufgenommen. Heute gehört der Cha-Cha-Cha auf der ganzen Welt bei allen Altersstufen zu einem der beliebtesten Tänze.

 

Charakter – CHA-CHA-CHA
Der tänzerische Charakter des Cha-Cha-Cha äußert sich ähnlich wie in der Rumba als erotisches Spiel, als amüsanter, koketter Flirt. Man bindet sich nicht, man gefällt sich, man ist entzückt voneinander, man brilliert. Man ist sich seiner Sache sicher, spielt ein bißchen mit dem Partner oder auch mit dem Publikum. Nichts ist ernst gemeint, alles ist keck, fröhlich, perlend wie Sekt, ausgelassen und übermütig.

Paso Doble

Paso DoblePD2/4 Takt
[jeder betont]
60 Takte/MinuteHerr beginnt
rechts
Dame beginnt
links
Geschichte – PASO DOBLE
In seinem Ursprung ist der Paso Doble ein spanischer Tanz zu spanischer Marsch-Musik, der allerdings in Spanien selbst auf keiner Tanzfläche zu sehen ist – wenn dann nur in eigenständiger Version auf der Bühne. Als Stierkampf-Pantomime war er schon in den zwanziger Jahren bekannt. In der heutigen Form ist er in Frankreich kreiert worden, wo er zunächst vorrangig von Künstlern getanzt wurde, bevor er als Schau- und später als Turniertanz von Tanzlehrern entdeckt wurde. Der Paso Doble stellt einen Stierkampf dar, wobei der Herr die Rolle des Toreros übernimmt und die Dame das rote Tuch, die Capa des Toreros, nicht wie vielfach angenommen den Stier, verkörpert. Herr und Dame bewegen sich also gemeinsam um einen imaginären Stier, wobei sie mit Flamenco-Elementen und aus dem Arenenkampf nachempfundenen stilisierten Figuren agieren. Zugrunde liegt immer wieder der “Paso Doble” (=”Doppelschritt”) mit betontem Aufsetzen von Ferse und Ballen und rhythmischen Gehschritten. Im lateinamerikanischen Turnierprogramm ist er seit 1959 vertreten.

 

Charakter – PASO DOBLE
Der tänzerische Charakter des Paso Doble wird durch das Stierkampfmotiv bestimmt. Vom Herrn erwartet man, als Torero, fast hochmütigen Stolz, kühne Entschlossenheit und Eleganz, von der Dame, als Capa, selbstbewußte Distanz, große Wendigkeit und Geschwindigkeit als Folge der durch den Herrn gegebenen Führung. Im Paso Doble gibt es im allgemeinen keine isolierten Bewegungen. Eiserne Disziplin und gravitätische Würde, Feuer und gedämpfte Beherrschtheit sind gefragt. Alle Schritte sind mit starker Anspannung der gesamten Muskulatur auszuführen. Nur dadurch können die für diesen Tanz typischen, kurzen, schnellen Bewegungen und die kontrolliert gehaltenen Posen getanzt werden. Die Knie des jeweils belasteten Beines sind leicht gebeugt.

Jive

JiveJI4/4 Takt
[2. + 4. betont]
44 Takte/MinuteHerr beginnt
links
Dame beginnt
rechts
Geschichte – JIVE
Der Jive ist heute die international anerkannte Bezeichnung für einen Tanz der vielfältige verwandte Vorläufer hat, die afroamerikanischen Ursprungs sind. Dazu gehören zu Beginn der dreißiger Jahre der Lindy Hop, Blues und Swing, in den vierziger Jahren der Boogie oder Boogie-Woogie, der Jitterbug und Bebop, gefolgt in den fünfziger Jahren vom Rock´n´Roll. Charakteristisch für alle diese Tanzformen war und ist heute noch die stimulierende Musik, die aufgrund ihrer rhythmischen Akzentuierung Jung und Alt in ihren Bann zog und zieht. Die in den USA beheimateten Tänze brachten vor allem amerikanische Soldaten um 1940 nach Europa, wo sie durch ihren offenen Bewegungsstil in Verbindung mit akrobatischen Würfen bei der Jugend schnell sehr beliebt wurden. Der Boogie wurde nach dem Krieg zur dominierenden Musik. Als “artfremder”, “ordinärer” Tanz fand er aber nicht nur Freunde. Die Kritiker suchten nach einer gemäßigteren Form, um diese Art des Tanzens gesellschaftsfähig zu machen. Es waren englische Tanzlehrer, die mit etwas langsamerer Musik den eleganten und doch lebendigen Jive entwickelten. 1968 wurde er als fünfter Turniertanz zu den Lateinamerikanischen Tänzen aufgenommen.

 

Charakter – JIVE
Der tänzerische Charakter des Jive ist jung, spritzig, witzig, temperamentvoll und rhythmisch; der Tanz ist zum Toben geeignet. Die Paare wirken leicht, wie Ping-Pong-Bälle, springlebendig und unbeschwert, die Figuren spielen mit ihren Schritten die musikalischen Akzente (meist Synkopen).

Gesellschafts- & Spezialtänze

Discofox
[Hustle]
DF4/4 Takt
[jeder betont]
60 Takte/MinuteHerr beginnt
links
Dame beginnt
rechts
Marschfox
[Social Fox]
MF4/4 Takt
[1. betont]
48 Takte/MinuteHerr beginnt
links
Dame beginnt
rechts
PolkaPO2/4 Takt
[1. betont]
52 Takte/MinuteHerr beginnt
links
Dame beginnt
rechts
MerengueMER4/4 Takt
[jeder betont]
30 Takte/MinuteHerr beginnt
links
Dame beginnt
rechts
MamboMB4/4 Takt
[2. + 4. betont]
46 Takte/MinuteHerr beginnt
links
Dame beginnt
rechts
SalsaSL4/4 Takt
[4. betont]
48 Takte/MinuteHerr beginnt
links
Dame beginnt
rechts
BluesBL4/4 Takt
[2. + 4. betont]
22 Takte/MinuteHerr beginnt
links
Dame beginnt
rechts
BoogieBG4/4 Takt
[2. + 4. betont]
36 Takte/MinuteHerr beginnt
links
Dame beginnt
rechts
Rock’n’RollRR4/4 Takt
[2. + 4. betont]
48 Takte/MinuteHerr beginnt
links
Dame beginnt
rechts
Tango ArgentinoTG4/8 Takt
[1. + 3. betont]
28 Takte/MinuteHerr beginnt
links
Dame beginnt
rechts

Tanz des Jahres

seit 2005

Jedes Jahr richtet der Welttanzverband WDC (World Dance Council) für alle Tanzbegeisterten den Welttanzkongress in Blackpool (GB) aus.
In diesem Rahmen finden alle Turnierarten der jeweiligen Kategorien des Tanzsports statt:

  • World Dance Sport Committee (alle Wettkämpfe der Professionals)
  • World Social Dance Committee (alle Wettkämpfe der Amateure)

Seit dem Jahre 2005 wird anlässlich dieses Treffens auch “the dance of the year” bzw. “der Tanz des Jahres” gewählt.

{WTP} … Teil des Welttanzprogramms
{TT} … Turniertanz
[#] … spezielle Musik erforderlich

(CD) … Couple Dance
(SD) … Single Dance
(LD) … Line Dance

2019

Walzer

2018

Bossa Reggae

2017

Cha-Cha-Cha
Disco-Dance

2016

Samba

2015

West Coast Swing

2014

Wiener Walzer

2013

Rumba

2012

Foxtrott

2011

Discofox

2010

Tango

2009

Salsa

2008

Swing

2007

Cha-Cha-Cha

2006

Wiener Walzer

2005

Samba

TOP 10 Lieblingstänze
unserer Kundinnen und Kunden

Gesamt

1. Langsamer Walzer

2. Cha-Cha-Cha
3. Tango
4. Quickstep
5. Cubanische Rumba
6. Wiener Walzer
7. Jive
8. Samba
9. Slowfoxtrott

Damen

1. Langsamer Walzer

2. Cha-Cha-Cha
3. Cubanische Rumba
4. Tago
5. Quickstep
6. Wiener Walzer
7. Jive
8. Discofox
9. Samba

Herren

1. Langsamer Walzer

2. Cha-Cha-Cha
3. Quickstep
4. Tango
5. Wiener Walzer
6. Cubanische Rumba
7. Slowfoxtrott
8. Samba
9. Jive